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Allgemein

Siebanlagentypen und Merkmale

Stationäre Siebanlage

Siebmaschinen werden in der Industrie schon lange verwendet und sind in vielen Bereichen nicht mehr wegzudenken. Eine Siebmaschine wird zum sieben oder auch trennen von Feststoffgemischen in verschiedene Korngrößen benötigt. Dieser Vorgang wird auch Separation genannt.

Stationäre Siebanlagen sind feststehende Anlagen, meist in bodenverankert und stehen oft in großen Lagerhallen, wo das Material, direkt nach Ankunft verarbeitet werden kann.

Mobile Siebanlage

Mobile Siebanlagen werden immer dort eingesetzt wo das zu siebende Material direkt abgebaut wird. Über eine Förderanlage wird das Material direkt zur mobilen Siebanlage geführt wo es dann direkt weiterverarbeitet wird.

Der Vorteil bei dieser Art der Siebung ist das, wenn das Material am Standort ausgeht, man die mobile Siebanlage mit Hilfe einer Zugmaschine zum nächsten Standort führt, wo es genug Material zum verarbeiten gibt. Der Nachteil ist das diese Siebanlagen in Größe und Gewicht begrenzt sind, da es auch eine Zugmaschine geben muss, der diese mobile Siebanlage von Standort zu Standort fahren kann.

Es gibt 3 verschiedene Arten von Siebmaschinen:

  • Anwendung: Produktionssiebe oder Laborsiebe
  • Bauart: Flache Siebmaschinen oder geneigte Siebmaschinen
  • Antrieb: Unwucht Motor oder Unwucht Getriebe

Über die genannten Arten und deren Kombinationen ergeben sich folgende Siebanlagen:

Freischwinger Siebmaschinen:  Diese Siebanlage ist für einfache bis mittelschwere Aufgaben einsetzbar und ist das einfachste und meistverbreitete Antriebssystem. (Siebgut bis 250 mm)

Ellipsen Siebmaschinen: Wird wie die Freischwinger durch eine zentrische Hauptwelle angetrieben. Eine weitere Synchronisierte Welle wird der Schwingkreis in eine definierte Ellipse verzerrt. Diese Siebmaschine ist auch für leichte bis mittelschwere Aufgaben geeignet. Vorteil hier ist das diese Maschine ohne Neigung oder geringer Neigung arbeiten kann.

Exzenter Siebmaschinen: Eine exzentrische Antriebswelle treibt diese Siebanlage an. Dadurch kann diese Siebmaschine lastunabhängig arbeiten. Gegengewichte sorgen dafür, dass, das Kräftesystem ausgeglichen bleibt. Diese Siebanlage ist für mittlere bis schwere Aufgabenstellungen einsetzbar.

Linear Siebmaschinen: Wird durch zwei gegenläufige Wellen mit Fliehkraftgewichten oder zwei gegenläufige Unwucht Motoren angetrieben. Diese Siebanlage arbeitet mit einer linearen Schwingung die zum Maschinenschwerpunkt gerichtet ist. Diese Siebanlagen arbeiten ohne Neigung. Für einfache bis mittelschwere Aufgabenstellungen einsetzbar. Nachteil ist das es bei schwierigen Siebgut öfter zu Verstopfungen kommen kann.

Wirbelstrom Siebmaschinen: Bei dieser Art der Siebmaschinen wird das Material über eine Zuführstrecke in ein Zylindersieb transportiert. Ein Rotor mit Wirbelleisten wirbelt das Material durch das Sieb wobei das Feingut ausgesiebt wird und Verunreinigungen automatisch getrennt werden.

Laborsiebmaschinen

Hier werden die Siebanlagen in vier Typen unterteilt.

  • Wurfsiebmaschinen
  • Plansiebmaschinen
  • Klopfsiebmaschinen
  • Luftstrahlsiebmaschinen

Wurfsiebmaschinen: Vertikale Wurfbewegungen und leichte Drehbewegungen überlagern sich, bei dieser Art der Siebmaschinen. Dadurch wird die gesamte Fläche des Siebes in Anspruch genommen. Das Material wird in die Luft befördert und beim zurückfallen auf die Maschen des Siebgewebes verglichen. Dabei fallen passende Partikel durch das Siebgewebe und größere werden wieder in die Luft befördert um nach einer freien Drehung vielleicht doch noch durch die Maschenöffnung zu gelangen. Angetrieben wird diese Siebanlage meist mit einem elektromagnetischen Antrieb. Durch eine digitale Einstellung und integrierter Regeleinheit sind Siebergebnisse reproduzierbar und präzise. Die gängigste Art der Siebung im Laborbereich.

Plansiebmaschinen: Ein Siebturm vollzieht eine horizontal kreisende Bewegung in einer Ebene. Eingesetzt wird diese Art der Siebung vorzugsweise für längliche oder faserige Siebgüter. Bei diesem Verfahren lassen sich Analysesiebe mit einem Durchmesser von bis zu 400 mm einsetzten. Bei der Kornanalyse von Bau- oder Zuschlagstoffen wird diese Art der Siebung eingesetzt.

Klopfsiebmaschinen: Durch einen Klopfimpuls wird eine horizontal kreisende mit einer vertikalen Bewegung überlagert. Diese Bewegungsvorgänge erreichen für schwerere Partikel eine höhere Aussiebung als bei Wurfsiebmaschinen erreicht werden kann.

Luftstrahlsiebmaschinen: Die Siebanlage wird mit einem handelsüblichen Staubsauger verbunden. Eine kleine Menge des zu analysierenden Produktes wird auf ein Analysesieb eingewogen und dann mit einem Deckel luftdicht verschlossen. Das Produkt wird beim Siebdurchgang durch den rotierenden Düsenflügel umgeschichtet und gleichzeitig das Siebgewebe von unten her sauber geblasen. Durch Unterdruck wird das Material im Staubsaugerbeutel von der Luft abgeschieden. Ein eingebautes Dreiwegeventil erlaubt exakt und schnell den Unterdruck zu korrigieren. Anschließend wird der Siebrückstand ausgewogen. Hohe reproduzierbare Siebgenauigkeit und niedrige Siebzeiten auch bei schwierigen Produkten machen diese Art der Siebung sehr beliebt.